Information für die Medien - Erinnerung an die Reichspogromnacht in Liedern und Texten

Anlässlich des 80. Jahrestags der Reichspogromnacht findet

am 5.11.2018 um 19:00 Uhr
im Foyer des Neuen Justizzentrums Koblenz

auf Einladung des Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs und des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz Dr. Lars Brocker und der Präsidentin des Oberlandesgerichts Koblenz Marliese Dicke in Kooperation mit dem Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. eine Gedenkveranstaltung statt.

Nach einer Eröffnungsansprache durch den Minister der Justiz Herbert Mertin werden Daniel Kempin und Joachim Hennig den Besucherinnen und Besuchern Einblicke in das jüdische Leben geben.

Dabei lässt Daniel Kempin mit jüdischen Gesängen in besonderem Maße den Alltag der Juden in Deutschland vor, während und nach der Zeit des Nationalsozialismus lebendig werden. Die Gesänge gewähren den Zuhörerinnen und Zuhörern als Spiegelbilder der geschichtlichen Ereignisse einen unverfälschten und eindringlichen Blick auf die jüdische Kultur in Deutschland.

Joachim Hennig greift in einem Wechselspiel mit den musikalischen Beiträgen die jeweilige zeitgeschichtliche Entwicklung auf und stellt in Kurzvorträgen die Situation der Juden in Koblenz bis 1938, das Novemberpogrom in Koblenz und die Zeit nach dem Novemberpogrom in Koblenz dar.

Ein Zugang zur Veranstaltung ist für Pressevertreterinnen und -vertreter auch ohne Anmeldung möglich.

Hintergrundinformation:
Daniel Kempin hat nach einem Musikstudium in Darmstadt, einigen Semestern Studium der Judaistik in Frankfurt und in einer Jeschiwa in Jerusalem seit 1983 als Sänger jüdischer Lieder Anerkennung gefunden. Konzerte und Workshops führten ihn u.a. nach Großbritannien, Polen, Ungarn, Russland, Israel und in die USA. Zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen begleiteten seinen musikalischen Werdegang. Seit 1985 ist Daniel Kempin im interreligiösen Dialog aktiv. Er ist Mitbegründer und -leiter des Interreligiösen Chores Frankfurt.

Joachim Hennig stand von 1977 bis 2013 als Richter im Dienst des Landes Rheinland-Pfalz, zuletzt als Richter am Oberverwaltungsgericht in Koblenz. Er ist u.a. Gründungsmitglied des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. und seit Jahren stellvertretender Vorsitzender. Joachim Hennig ist Autor mehrerer Bücher sowie zahlreicher wissenschaftlicher Aufsätze zur Gedenkarbeit. Neben seiner Vortragstätigkeit ist Hennig Leiter und Referent von Tagungen des Justizministeriums Rheinland-Pfalz zum Thema „Justiz und Recht im Dritten Reich“.